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GESCHICHTE
 



Überblick über die Geschichte von Burkina Faso



12. Jh. - 1896
Königreiche der Mossi im Kernland des heutigen Burkina Faso, dann Unterwerfung durch Frankreich

1919
Schaffung der französischen Kolonie Obervolta

1932 – 1947
Aufteilung der Kolonie auf die Nachbarkolonien Soudan Français, Niger und Côte d'Ivoire

05.08.1960
Unabhängigkeit

1960 – 1966
Präsidentschaft von Yaméogo,
Ablösung nach einem Generalstreik von Armeestabschef General Lamizana: gemäßigtes Militärregime mit ziviler Beteiligung

Ab 1970
Wiedereinführung eines demokratischen Verfassungsstaates (2. Republik)

1974
Militärs unter Präsident Lamizana besetzen Schlüsselpositionen in der Regierung

1978
Rückkehr zum Verfassungssystem (3. Republik) nachdem Lamizana die Präsidentschaft in freier Wahl gewonnen hatte

1980
Erneute Machtübernahme der Militärs unter Oberst Zerbo: Verbot der politischen Parteien

07.11.1982 und 04.08.1983
Militärputsch der linken Kräfte im Offizierskorps
Machtübernahme von Thomas Sankara

1984
Änderung der Staatsbezeichnung in Burkina Faso

15.10.1987
Erneuter Umsturz, neuer Machthaber wird Hauptmann Blaise Compaoré: Zurückdrängung der marxistisch-sozialistischen Ideologie als Modell für staatliche Organisation, Institutionen der Willkür und Überwachung werden abgeschafft, Militärs kehren in die Kasernen zurück, Gewerkschaften erhalten ein größeres Maß an Selbständigkeit

1991
Annahme einer neuen Verfassung: Garantie der Grundrechte und Grundpflichten, Gewaltenteilung
Compaoré gewinnt die Präsidentschaftswahlen (Dezember)

1992
Parlamentswahlen erbringen für die Regierungspartei ODP/MT eine Dreiviertelmehrheit

1995
Einleitung des Prozesses der Dezentralisierung mit Gemeindewahlen in 33 Gemeinden
Einführung einer zweiten Parlamentskammer mit ausschließlich beratender Funktion, deren 178 Mitglieder die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen repräsentieren

1996
Regierungspartei ODP/MT fusioniert mit 10 Parteien, die bis dahin teilweise der Opposition angehört haben, und nennt sich Congrès pour la Démocratie et le Progrès (CDP)

1997
Revision der Verfassung durch das Parlament: Alle Formulierungen, die der Zeit der Revolution entlehnt waren, werden gestrichen.
Parlamentswahlen am 11.05.: CDP erhält 101 Sitze, Opposition 10

1998
Präsidentschaftswahlen am 15.11.: Präsident Compaoré wird mit 87% der Stimmen für weitere 7 Jahre wiedergewählt

Mai 2002
Parlamentswahl auf Basis reformierten Wahlrechts: Opposition gewinnt 54 von 111 Sitzen: Regierung unter Premierminister Yonli

23.11.2005
Präsidentschaftswahlen: Wiederwahl von Präsident Compaoré für eine auf fünf Jahre verkürzte Amtszeit

23.04.2006
Erste Kommunalwahlen im gesamten Land (im Zeichen der Dezentralisierung)